In der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion am 4. Oktober 2016 machten sich die Abgeordneten in Vetschau ein Bild über die Situation und Unterbringung der Flüchtlinge auf dem Gelände des Spreewaldbauern Ricken.

Immer mal wieder gibt es Kritik an der Unterbringung, insbesondere in Vetschau sorgte die Berichterstattung für Unruhe. „Die bisherige Berichterstattung bereitet uns Sorge“, so Olaf Gunder, Vorsitzender der SPD Fraktion. „Hauptsächlich aber dahingehend, dass regelmäßig die Bedingungen der Unterkunft unter Kritik standen und einzelne rassistische Vorfälle eine ganze Kommune diskreditieren, was weder Vetschau noch der Landkreis Oberspreewald Lausitz verdient haben.“

Gunder weiter: „Der Landkreis war bzw. ist bei der Unterbringung der Flüchtlinge/Asylbewerber stets bemüht, die Würde der Menschen zu achten. Kein Flüchtling/Asylbewerber musste bisher im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Zelten oder Turnhallen untergebracht werden. Der Landkreis greift bei der Unterbringung auf vorhandene Möglichkeiten zurück, um auch die Kosten in Grenzen zu halten. Auf dem Gelände des Spreewaldbauern Ricken in Vetschau werden die Bedingungen hinsichtlich der Unterbringung, der sanitären Einrichtungen und auch der Verpflegung erfüllt.“

Karl-Heinz Ricken selbst ist ständig bemüht, die Vorgaben einzuhalten, zu prüfen, zu verbessern und wenn etwas nicht stimmt, es wieder bzw. herzustellen. Das war und ist nicht immer leicht, denn immerhin sind hier teilweise 160 Flüchtlinge bzw. Asylbewerber aus 10 verschiedenen Nationen gemeinsam untergebracht gewesen. „Auseinandersetzungen gibt es, aber diese werden gelöst“, so Karl-Heinz Ricken. Er selbst würde sich einen „runden Tisch“ mit Vertretern der einzelnen Nationen wünschen, um sich regelmäßig auszutauschen aber auch besser zu verstehen.

„Die haltlosen Anschuldigungen schaden insbesondere den Integrationsbemühungen und missachten auch die sehr engagierte ehrenamtliche und amtliche Arbeit, die im Rahmen der Flüchtlingsarbeit geleistet wird. Das sollten sich alle Beteiligten vor Augen halten. Dass Herr Ricken in schwierigen Zeiten bereit war, ein Hilfsangebot für den Landkreis zu unterbreiten, mit relativ flexiblen Vertragsbedingungen, verdient den Respekt. Letztendlich hat es auch sehr viel Unruhe in seine Geschäftsabläufe und ihn persönlich in Misskredit gebracht, was er wahrlich nicht verdient hat und wie wir uns als Fraktion vor Ort überzeugen konnten,“ so Olaf Gunder abschließend.

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